Deborah Humble – Mezzo Sopran

Deborah Humble ist eine der gefragtesten dramatischen Mezzosopranistinnen unserer Tage und tritt vor allem in Wagner- und Verdipartien regelmäßig an weltweit bedeutenden Opernhäusern und Konzertsälen auf.

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Das Jahr 2015 begann sie in einer ihrer wichtigsten Partien, Erda in Das Rheingold in konzertanten Aufführungen mit dem Hong Kong Philharmonic Orchestra unter der musikalischen Leitung von Jaap van Zweden. Als Erda in Siegfried debütierte die Sängerin im April 2015 in der Boston Symphony Hall, worauf im Mai unter der Leitung von Jan Latham-König ihr Debüt als Brangänge in Tristan und Isolde in Mexico City folgte. In Melbourne ist sie im August als Judith in Herzog Blaubarts Burg zu hören. Weitere Engagements der Spielzeit 2014/2015 umfassen unter anderem Catherine in Honeggers Jeanne d’Arc au Bûcher und Elektra an der Hamburgischen Staatsoper unter Simone Young, Mahlers 3. Symphonie mit dem Queensland Symphony Orchestra in Brisbane, dirigiert von Johannes Fritzsch, Sea Pictures in Bamberg, Parsifal in Birmingham unter der Stabführung von Andris Nelsons, Verdis Messa da Requiem in London, Mahlers 8. Symphonie in Singapur und Beethovens 9. Symphonie dirigiert von Jaap van Zweden in Hong Kong.

In der Spielzeit 2013/2014 stand die Mezzosopranistin als Erda und Waltraute in allen vier Teilen des Ring des Nibelungen mit Opera Australia in Melbourne auf der Bühne und konnte in den von Pietari Inkinen dirigierten Vorstellungen enorme Erfolge bei Presse und Publikum feiern. Außerdem trat Humble in Mendelssohns Elijah am Opernhaus von Sydney unter der musikalischen Leitung von Paul McCreesh, in Wagners Wesendonck-Liedern in Wellington, in Liederabenden in Melbourne und Sydney sowie in Gloria Brunis Symphonie No. 1 “Ring Parabel” mit den Hamburger Symphonikern auf.

Ihr Rollendebüt als Amneris in Aida gab Humble im April 2013 in Melbourne unter der musikalischen Leitung von Renato Palumbo. Zuvor war sie in der Spielzeit 2012/2013 unter Simone Young als Erda in Das Rheingold in Brisbane, in Duruflés Requiem in Melbourne, als Pauline in Pique Dame unter Vladimir Ashkenazy in Sydney sowie als Erda in Siegfried in Ludwigshafen und Halle zu hören.

Deborah Humble erlebte ihren internationalen Durchbruch im Jahr 2008 als Erda in Das Rheingold in Claus Guths Eröffnungsproduktion des neuen Hamburger Ring-Zyklus unter der musikalischen Leitung von Simone Young, in dem sie außerdem als Waltraute (Die Walküre und Götterdämmerung) und Erda in Siegfried zu hören war.

Der Hamburgischen Staatsoper war die Künstlerin von 2005 bis 2011 als Ensemblemitglied verbunden und verkörperte dort eine Vielzahl von Partien wie Zenobia (Radamisto), Bradamante (Alcina), Hänsel (Hänsel und Gretel), Suzuki (Madame Butterfly), Olga (Eugen Onegin) und Malik in der Deutschlandpremiere von Henzes L’Upupa.

Zuvor trat sie als Mitglied des Ensembles von Opera Australia ab 2002 in Rollen wie Dido (Dido and Aeneas), Sonyetka (Lady Macbeth von Mzensk), Clarissa (Die Liebe zu den drei Orangen), Lola (Cavalleria Rusticana) sowie in der Titelpartie von Gilbert und Sullivans Iolanthe auf.

Deborah Humble wurde in Bangor, Wales geboren und wuchs in Adelaide, Australien auf. Sie erhielt ihre musikalische und stimmliche Ausbildung erst am Elder Konservatorium der Universität von Adelaide und später an der Universität von Melbourne. Humble war Mitglied des Young Artist Programmes der Victoria State Opera und zu Beginn ihrer Karriere Trägerin des Dame Joan Sutherland Stipendiums. Im Jahr 2008 war sie Finalistin des Internationalen Wagner-Wettbewerbs der Seattle Opera.

Juli 2015